Die Geschichte des ASB in der Region Neckar-Alb
Der Arbeiter‑Samariter‑Bund hat seine Wurzeln bereits im Jahr 1888 und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer bundesweiten Hilfsorganisation. In der Region Neckar‑Alb reichen die Anfänge bis nach 1927, bevor der Verband während des Nationalsozialismus verboten wurde und erst in der Nachkriegszeit wieder Fuß fassen konnte. Seit den späten 1970er‑Jahren wächst der ASB in der Region kontinuierlich und prägt bis heute die lokale Hilfeleistung und den Rettungsdienst.
1927
Gründung der ASB‑Ortskolonne Pliezhausen‑Mittelstadt
In ganz Baden‑Württemberg entstanden in dieser Zeit neue Ortskolonnen, die die Idee des Arbeiter‑Samariter‑Bundes mit Leben erfüllten. Dazu gehörte auch die Ortskolonne Pliezhausen‑Mittelstadt, die 1927 gegründet wurde. Unter der langjährigen Leitung von Siegfried Drissner entwickelte sich der Standort zu einem aktiven und verlässlichen Teil der regionalen Hilfeleistung und legte den Grundstein für spätere Entwicklungen im heutigen Regionalverband.
1933
Verbot des ASB
Mit der Machtübernahme der NSDAP im Jahr 1933 wurden zahlreiche Organisationen als „kommunistisch“ eingestuft und verboten – darunter auch der Arbeiter‑Samariter‑Bund. Die Tätigkeit der Ortskolonnen musste vollständig eingestellt werden und konnte erst nach dem Ende des Dritten Reiches wieder aufgenommen werden. Die Wiederbelebung des Verbandes in der Region erfolgte schrittweise und prägte die spätere Neugründung in den 1970er‑Jahren.
1976
Wiedergründung des Ortsverbandes Reutlingen‑Mittelstadt
1976 wurde der Ortsverband Reutlingen‑Mittelstadt erneut ins Leben gerufen und baute seine Arbeit Schritt für Schritt aus. Der Schwerpunkt lag auf der Breitenausbildung, dem Krankentransport sowie der Durchführung von Sanitätsdiensten bei Groß‑ und Sportveranstaltungen. Damit entstand ein aktiver Standort, der die Region zuverlässig unterstützte und die Basis für spätere Entwicklungen legte.
1982
Gründung des Ortsverbandes Mössingen
1982 folgte die Gründung des Ortsverbandes Mössingen. Unter Vorsitz von Hans‑Georg Döbereiner entwickelte sich der Standort schnell weiter, insbesondere im Bereich innerklinischer Verlegungsfahrten und der Mobilen Sozialen Hilfsdienste. Dort konnten vor allem Zivildienstleistende eingesetzt werden, was den Ausbau sozialer Angebote in der Region deutlich stärkte.
1983
Der Regionalverband Neckar‑Alb entsteht
1983 wurden die Verhandlungen zwischen den Ortsvereinen Reutlingen‑Mittelstadt und Mössingen erfolgreich abgeschlossen. Die Gründung des Regionalverbands Neckar‑Alb markierte einen wichtigen Meilenstein. Siegfried Drissner wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, Hans‑Georg Döbereiner zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied. Gemeinsam trieben sie den Ausbau der Bereiche Krankentransport und Mobile Soziale Dienste voran und legten damit die Grundlage für die heutige Struktur des Verbandes.
2003
Einzug in das neue ASB‑Forum Tübingen
2003 bezog der ASB Neckar‑Alb das neu errichtete ASB‑Forum Tübingen in der Südstadt. Am Rand der Steinlach entstand ein modernes Zentrum, das zahlreiche Bereiche des Verbandes unter einem Dach vereint. Das Gebäude dient seitdem als Standort für Verwaltung, Ausbildung und Freiwilligendienste und ist ein zentraler Ort für Schulungen, Organisation und Begegnung.
2020
Neue Rettungswache Haigerloch‑Owingen
2020 nahm der ASB Neckar‑Alb die neue Rettungswache Haigerloch‑Owingen in Betrieb. Mit ihr wurde die Notfallversorgung im Zollernalbkreis weiter verbessert. Der Standort stärkt die rettungsdienstliche Präsenz im Raum Haigerloch und ermöglicht eine schnellere Versorgung der Bevölkerung.

2021
Notarztstandort Tübingen‑Lustnau
Seit dem 1. Januar 2021 betreibt der ASB Neckar‑Alb den Notarztstandort Tübingen‑Lustnau. Bis Oktober 2022 war das Notarzteinsatzfahrzeug tagsüber im Dienst, seit dem 1. Oktober 2022 wurde die Vorhaltung auf einen 24‑Stunden‑Betrieb erweitert. Damit steht der Bevölkerung im Norden Tübingens rund um die Uhr ein Notarztteam zur Verfügung.
2024
Vorhalteerweiterung im Rettungsdienst Tübingen
Seit dem 1. Juni 2024 wird der Rettungswagen in Tübingen‑Derendingen durchgehend 24 Stunden vorgehalten. Damit stehen sowohl der Rettungswagen als auch das Notarzteinsatzfahrzeug 24/7 bereit und stärken die rettungsdienstliche Versorgung im gesamten Stadtgebiet


