Rettungswagen (RTW)
Der Rettungswagen (RTW) wird bei medizinischen Notfällen jeglicher Art eingesetzt, bei denen eine qualifizierte präklinischen Versorgung und ein Transport in eine geeignete Klinik erforderlich sind. Er rückt sowohl eigenständig als auch gemeinsam mit dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) aus, je nach Art und Schwere des Notfalls. Der Rettungswagen bildet das zentrale Einsatzmittel der Notfallrettung und kommt bei Akuten Erkrankungen, Verletzungen und dringlichen innerklinischen Verlegungen zum Einsatz.
Ausstattung
Die Ausstattung des Rettungswagens entspricht der landeseinheitlichen Mindestausstattung für Rettungsmittel in Baden‑Württemberg und stellt eine standardisierte präklinische Versorgung sicher. Ergänzend dazu verfügt der RTW über moderne Zusatztechnik, welche die Arbeit des Rettungsdienstpersonals erleichtert und die Sicherheit sowie den Komfort der Patienten weiter erhöht. Die Kombination aus strukturierten Modultaschen, hochwertigem Monitoring und technischen Assistenzsystemen sorgt dafür, dass alle relevanten Maßnahmen schnell, sicher und zielgerichtet durchgeführt werden können.

Zu den zentralen Ausstattungsbestandteilen gehören:
- Notfallrucksäcke Kreislauf und Atmung
- Systemtasche Kind
- Systemtasche Trauma
- elektrische Fahrtrage
- Videolaryngoskop:
Eine besondere Qualitätsvorgabe des ASB Baden-Württemberg ist die Vorhaltung von Videolaryngoskopen auf jedem ASB RTW – eine Ausstattung, die sonst überwiegend nur auf Notarzteinsatzfahrzeugen zu finden ist. Mehr zur Einführung des Videolaryngoskop / Instagram
Besatzung
Der Notfallsanitäter*in ist die höchstqualifizierte medizinische Fachkraft auf dem Rettungswagen und trägt die Verantwortung für die umfassende Versorgung der Patienten. Sein Aufgabenbereich umfasst alle wesentlichen Schritte der präklinischen Notfallmedizin.
Zu seinen zentralen Tätigkeiten gehören:
Durchführung heilkundlicher Maßnahmen nach SAA und BPR
Erstversorgung und Stabilisierung von Patient*innen in akuten Notfallsituationen
Entscheidung über Transport, Zielklinik und Prioritäten im Einsatz
Dokumentation des gesamten Notfalleinsatzes sowie alle medizinischer Maßnahmen
Fahrer*in und Assistent*in auf dem Rettungswagen verfügen mindestens über die Qualifikation als Rettungssanitäter*in oder befinden sich in der Ausbildung zum Notfallsanitäter*in und besitzen die notwendige Äquivalenzbescheinigung für den Einsatz im Rettungsdienst.
Sie übernehmen zentrale Aufgaben im Notfalleinsatz:
- Sie fahren den Rettungswagen
Sie assistieren dem Notfallsanitäterin* bei medizinischen Maßnahmen
Die dritte Person auf dem Rettungswagen ist ein wichtiger Teil des Teams und befindet sich entweder in der Ausbildung zum Rettungssanitäter oder ist Auszubildender zum Notfallsanitäter*in – unabhängig vom jeweiligen Lehrjahr. Durch ihre Mitarbeit sammeln sie praktische Erfahrung und werden Schritt für Schritt an die Aufgaben im Rettungsdienst herangeführt.
Zu ihren typischen Tätigkeiten gehören:
Unterstützung des Teams bei organisatorischen und medizinischen Abläufen
Mithilfe bei der Patientenbetreuung, angepasst an Ausbildungsstand und Befugnisse
Beobachten, Lernen und Anwenden von Fertigkeiten unter Anleitung
Besonderheiten
Die Rettungswagen verfügen über mehrere technische Besonderheiten, die sowohl Nachhaltigkeit als auch Sicherheit und Komfort im Einsatz deutlich erhöhen. Jeder RTW ist mit einem Wechselkoffer ausgestattet, bei dem der komplette medizinische Aufbau vom Fahrgestell getrennt werden kann. Dadurch lässt sich das Trägerfahrzeug nach einem Unfall oder technischen Defekt austauschen, während der medizinische Koffer weiterverwendet wird. Zusätzlich verfügen die RTW über ein Luftfedersystem, das für eine besonders ruhige und stabile Straßenlage sorgt.
Alarmierung
Die RTW des ASB Neckar‑Alb sind in den Landkreisen Tübingen und Zollernalb stationiert und werden von den jeweils zuständigen Integrierten Leitstellen alarmiert. In Tübingen befindet sich der Standort in Tübingen‑Derendingen mit einer durchgehenden 24‑Stunden‑Vorhaltung. Im Zollernalbkreis steht der RTW in Haigerloch‑Owingen bereit; auch hier besteht eine 24‑Stunden‑Vorhaltung, die jedoch im 12‑Stunden‑Wechsel gemeinsam mit dem DRK Zollernalb besetzt wird.
Rettungswagen TÜ 5/83-2
- Einsatzfahrung
- Im Dienst seit 2025
- Ausbau Fahrtec–Systeme
- Standort Tübingen-Derendingen
Rettungswagen TÜ 5/83-1
- Ersatzfahrung
- Im Dienst seit 2020
- Ausbau Fahrtec–Systeme
- Standort Tübingen-Derendingen
Rettungswagen ZA 7/83-1
- Einsatzfahrzeug
- Im Dienst seit 2020
- Ausbau Fahrtec–Systeme
- Standort Haigerloch-Owingen

