01. Juli 2026
15 Jahre Bundesfreiwilligendienst
Am 1. Juli 2026 wird der Bundesfreiwilligendienst (BFD) 15 Jahre alt. Für den ASB Neckar‑Alb ist dieses Jubiläum mehr als ein Datum: Seit der Einführung des Bundesfreiwilligendienst im Jahr 2011 begleiten wir junge Menschen auf ihrem Weg in den Rettungsdienst. Von Beginn an haben wir die damaligen Zivildienststellen vollständig durch BFD‑Plätze ersetzen können – und daraus ein System entwickelt, das heute ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit im qualifizierten Krankentransport darstellt.
Warum der BFD gegründet wurde?
Der Bundesfreiwilligendienst wurde 2011 eingeführt, nachdem die Wehrpflicht und damit der Zivildienst ausgesetzt wurden. Ziel war es, ein bundesweites Engagementprogramm zu schaffen, das Menschen jeden Alters offensteht und soziale Einrichtungen unterstützt.
Der Bundesfreiwilligendienst bietet:
gesellschaftliches Engagement
persönliche Entwicklung
Einblicke in soziale und medizinische Arbeitsfelder
pädagogische Begleitung und Seminare
Rechtsgrundlage ist das Bundesfreiwilligendienstgesetzt und das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA)
Infoblatt zu 15 Jahre Bundesfreiwilligendienst
Für Einsatzstellen wie den ASB Neckar-Alb bedeutet das eine verlässliche Struktur, die sowohl den täglichen Betrieb als auch die Nachwuchsgewinnung stärkt. Der BFD hat sich besonders bewährt, weil er:
jungen Menschen einen Einstieg in soziale und medizinische Berufsfelder ermöglicht
praktische Mitarbeit mit sinnvoller Ausbildung verbindet
soziale Einrichtungen durch zusätzliche Unterstützung entlastet
langfristige Perspektiven für berufliche Laufbahnen schafft
Engagement und Teamarbeit fördert
flexibel auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren kann
Durch diese Kombination aus Engagement, Qualifizierung und praktischer Mitarbeit ist der BFD heute ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge – und ein Modell, das sich über 15 Jahre hinweg bewährt hat.
Ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst
Seit dem ersten Tag setzen wir im Rettungsdienst auf BFD‑Unterstützung. Was damals als Übergangslösung nach dem Zivildienst begann, ist heute ein fester Bestandteil unserer Struktur. Jedes Jahr bilden wir 14 Teilnehmende im BFD zu Rettungssanitäter*innen aus. Sie werden eng begleitet, erhalten eine fundierte Ausbildung und sind ein wichtiger Teil unserer Teams in Tübingen, Reutlingen und dem Zollernalbkreis.
Der BFD ist für uns ein verlässlicher Einstieg in die Welt des Helfens – und für viele der erste Schritt in eine berufliche Laufbahn im Rettungsdienst.
Ausblick: Zukunft des BFD und Bedeutung für den ASB Neckar‑Alb
Die Diskussion über einen möglichen neuen Wehr- oder Gesellschaftsdienst zeigt, dass die Frage nach freiwilligem Engagement und staatlicher Dienstpflicht weiterhin eine große Rolle spielt. Ob ein verpflichtender Dienst in Zukunft eingeführt wird, ist offen. Klar ist jedoch, dass der Bundesfreiwilligendienst sich in den vergangenen 15 Jahren als verlässliches und funktionierendes Modell etabliert hat. Er bietet jungen Menschen Orientierung, soziale Einrichtungen erhalten Unterstützung, und die Einsatzstellen können langfristig planen.
Für den ASB Neckar-Alb bleibt der BFD ein zentraler Bestandteil der Nachwuchsgewinnung im Rettungsdienst. Wir werden auch künftig aktiv daran arbeiten, unsere BFD-Stellen vollständig zu besetzen. Der BFD ermöglicht uns, motivierte Menschen früh zu begleiten, auszubilden und langfristig an den Rettungsdienst heranzuführen. Mit jährlich 14 Teilnehmenden, die wir zu Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern qualifizieren, ist der BFD für uns ein tragender Pfeiler der Personalentwicklung.
Viele ehemalige BFDler bleiben dem ASB treu – im Ehrenamt, im Hauptamt oder in der Notfallsanitäter-Ausbildung. Dieses Modell wollen wir weiter stärken und ausbauen. Auch wenn politische Modelle wie ein möglicher Gesellschaftsdienst diskutiert werden, bleibt der BFD für uns ein gelebtes System: zuverlässig, strukturiert und mit klaren Perspektiven für junge Menschen. Wir werden weiterhin für den BFD werben, unsere Ausbildungsstrukturen stabil halten und die Stellen konsequent besetzen.


